Die Küste
Die meisten Kenia-Urlauber kommen in Mombasa an. Der erste Eindruck ist nicht gerade
überwältigend. Die Fahrt vom Moi International Airport durch die Außenbezirke Mombasa
macht absolut keinen urlaubs-paradisischen Eindruck, zeigt jedoch das wahre Leben der
meisten Kenianer. Auch von einem Ozean ist weit und breit keine Spur. Den bekommt man erst
zu Gesicht, wenn man die Rezeption seines Hotels hinter sich hat.
Von der 400km langen Küste sind bislang nur Teile touristisch erschlossen. Der Strand ist
meist flach und feinsandig, geht stellenweise aber in scharfkantigen Korallenfels über.
Der gesamten Küste ist, bis auf wenige Bruchstellen ein Riff vorgelagert, das die Haie
abhält und die manchmal gewaltige Brandung vorbricht, was den Ozean jedoch zu einem
relativ ungefährlichen Badespass einlädt. Das Wasser ist überall - Ausnahme sind
Flußmündungen - kristallklar und hat häufig die südseetypische Türkisfarbe.

Tsavo National Park
(ca. 2.5h Autofahrt von Mombasa wie von Nairobi entfernt). Dieser Park ist der Park der
großen Zahlen: größter Park Kenias, 2000km Wegenetz, über 60 Säugetierarten, über
500 verschiedene Vogelarten und die meisten Besucher pro Jahr. Der Park wird in einen Ost-
und einen Westteil getrennt. Die Landschaft wird überwiegend bestimmt durch die rötliche
gefärbte Trockensavanne. Vor allem im nordwestlichen Teil sind auch vulkanische
Formationen, erloschene Krater und erstarrte Lavaströme zu sehen.
Wahrzeichen des Parks sind die roten Elefanten, die sich genüßlich mit der roten
Lateriterde bestäuben.
Neben den Elefanten gibt es im Tsavo-Park vor allem Büffel, Giraffen, Löwen, Zebras,
Antilopen und Affen. Der Tsavo-Ost eignet sich gut für einen kleinen (1-2 Tage) Ausflug,
bei dem man viele Tiere sehen kann.

Massai Mara
Die Massai Mara ist der wildreichste Park Kenias. Er bildet eine ökologische Einheit mit
der Serengeti in Tansania. Die Tiere können ungehindert zwischen den Ländern hin- und
herwechseln. Der Höhepunkt der Wanderung ist Anfang August, wenn unzählige Gnus und
Zebras in endlosen Reihen nach Norden ziehen. Der Mara-Fluß färbt sich rot vom Blut der
Tiere, die von den Krokodilen gerissen werden. Viele ertrinken bei der Flußdurchquerung.
Die Trockenheit treibt die Tiere dazu nach Kenia zu ziehen, wo sie ihre Jungen zur Welt
bringen. Je nach Jahreszeit sind auch Elefanten überall mehr oder weniger häufig
anzutreffen. Die Büffelherden bestehen aus 200 und mehr Tieren. In der Mara ist es noch
erlaubt, querfeldein zu fahren (unbedingt Führer mitnehmen). Ansonsten werden mehrtägige
Reittouren sowie Fußsafaris angeboten. Auch Nachtfahrten sind möglich in denen man Tiere
im Scheinwerferlicht beobachten kann die man sonst nie zu Gesicht bekommt. Die Massai Mara
eignet sich hervorragend für Abenteurer.

Mamba Village
Die Krokodilfarm befindet sich ca. 30 Auto-Minuten von dem Hotelgelände der Nordküste
entfernt. Es ist ein Park mit vielen Wasserbecken in denen sich Krokodile befinden.
(Kinderbecken, Babybecken, mehrere Erwachsenenbecken). Außerdem gibt es viele Pflanzen
und weiter Tiere zu beobachten (Orchideen, Palmen, weitere Blumen, Schlangen, Seepferde,
Seesterne, Piranhas, Schildkröten...). Ebenso ist es möglich eine Reittour durch das
Gelände zu machen zu Pferd oder auf dem Kamel.

Besichtigung Mombasa
Das alte Mombasa:
Fort Jesus: Die Anlage mit zum Teil 2.5m dicken Mauern galt zur Zeit ihrer Errichtung als
ein perfektes Beispiel der modernen Festungsbautechnik. Die links vom Fort abbiegende
Straße führt hinunter zum Alten Hafen oder Dhau-Hafen. Am Hafen ist es verboten Fotos zu
schießen. Beim alten Hafen steht auch die Fischmarkthalle, in der es in den frühen
Morgenstunden lebhaft zugeht. In der Nähe des Municipal Market (Markthalle) am Ende der
Digo Road verdichtet sich die ungemein farbige orientalische Basaratmosphäre zu den
Wohlgerüchen Arabiens.
Nicht jeder Tempel und jede Moschee lohnen eine Besichtigung. Es ist eher das für
Europäer ungewohnte, selbstverständliche Nebeneinander von Moslems, Hindus und Christen,
das die besondere Atmosphäre von Mombasa schafft.
Das moderne Geschäftsleben spielt sich vor allem in der Nkurumah Road und der Moi Avenue
ab. Über die Moi Avenue spannen sich die überdimensionalen Elefantenzähne aus Metall,
die zum Wahrzeichen der Stadt geworden sind. Gleich daneben befindet sich der Uhuru
(=Freiheits-) Park mit einem Brunnen in der Form Afrika's, der 1963 anläßlich der
Unabhängigkeitserklärung Kenias errichtet wurde.
Ein Stück weiter entfernt in der Nähe des Flugplatzes, ist die Holzschnitzerei der
Akamba Wood Carvers. Hier kann man den Künstlern beim Zurechthacken sowie beim Schnitzen
der typischen Akamba-Figuren zusehen - und solche natürlich auch erwerben.

Einkaufen und Mitbringen
Bei fast allem was man als Tourist kauft kann man sicher sein, daß es eigens für einen
hergestellt ist. "Typisch Kenianisches" bietet sich kaum als Souvenir an.
Kangas: eignen sich da noch am ehesten. Das sind bedruckte
Baumwolltücher, die meist um die Hüfte geschlungen getragen werden.
Kikapus: bieten sich ebenfalls als sinnvolles Mitbringsel an, ohne eigens
dafür hergestellt zu sein. Es sind aus Sisal geflochtene, sehr strapazierfähige Taschen,
zumeist mit Lederriemen.
Schnitzereien: sind sicher der für Kenia einträglichste Teil des
Souvenirgeschäfts. Mag man im Einzelfall auch darüber streiten, ob ein Stück
künstlerisch wertvoll ist oder nicht - Handarbeit sind die Schnitzereien allemal und
meistens keine schlechte. Man hat die Wahl vom Zahnstocher zum Elefanten, Zebras,
Krokodilen, Büffel, Giraffen, Nashörnern... in allen Größen bis hin zum lebensgroßen
Massai.
Ansonsten sind aus dem Angebot des Souvenir-Gewerbes zu empfehlen: Tierfiguren aus
Seifenstein, Batiken, Körbe und Matten aus Sisal und Bananenblättern sowie allerlei
Perlenbesticktes.